Elisabeth Montenbruck ist Fachdozentin für MFA und Integrative osteopathische Untersuchung am College Sutherland Hamburg. Im Interview erzählt sie, was Hände wirklich leisten können und was angehende Osteopathinnen und Osteopathen mitbringen sollten.

Elisabeth Montenbruck ist seit 1998 staatlich anerkannte Physiotherapeutin, Heilpraktikerin und Osteopathin mit einem Bachelor of Science im Studiengang Osteopathie, den sie am College Sutherland Hamburg erworben hat. Seit 2010 ist sie in verschiedenen Praxen osteopathisch tätig, seit 2015 in ihrer eigenen Praxis in Hamburg. Ihre Leidenschaft für die Lehre brachte sie 2012 erstmals als Assistentin im Fachbereich MFA und Integrative osteopathische Untersuchung an das College Sutherland, wo sie an der Seite von Dirk Coolman arbeitete. Seit 2020 ist sie dort als Fachdozentin eigenverantwortlich tätig, seit 2022 lehrt sie zusätzlich an der ECOM Hamburg.

Was Elisabeth Montenbrucks Weg besonders macht: Sie kam nicht durch ein Lehrbuch zur Osteopathie, sondern durch den eigenen Körper. Im Interview spricht sie darüber, wie jahrelange persönliche Beschwerden sie zu dieser Therapieform führten, was Hände wirklich leisten können und warum sie jeden Morgen gerne zur Arbeit geht.

Warum persönliche Erfahrung die Grundlage ihrer osteopathischen Haltung ist

Wie sind Sie überhaupt auf die Osteopathie aufmerksam geworden?

Durch eine Arbeitskollegin. Sie hat mich auf die Osteopathie hingewiesen und damit etwas in Gang gesetzt, das mein gesamtes berufliches Denken verändert hat.

Gab es eine persönliche Erfahrung, die Sie schließlich dazu gebracht hat, den Schritt zu wagen?

Ja, ganz klar. Ich bin aufgrund jahrelanger eigener Beschwerden zur Osteopathie gekommen. Ich habe am eigenen Leib erfahren, was diese Behandlungsform bewirken kann. Das war kein theoretischer Zugang, sondern ein sehr persönlicher.

Warum haben Sie sich für das College Sutherland entschieden?

Meine damalige Osteopathin war selbst am College Sutherland und hatte sehr viel Gutes darüber erzählt. Dieses Vertrauen, das sie in die Ausbildung hatte, hat mich überzeugt. Das war für mich Empfehlung genug.

Das Studium: Was Hände wirklich können

Was hat Sie während des Studiums am meisten überrascht?

Wie viel in unseren Händen steckt. Das hätte ich vorher nicht so erwartet. Die Palpation ist eine eigene Sprache, und zu lernen, diese Sprache zu sprechen, war das Faszinierendste an der gesamten Ausbildung.

Gab es einen Moment, der Ihr Verständnis von Körper und Gesundheit grundlegend verändert hat?

Als die einzelnen Fächer immer mehr in Verbindung standen. Wenn man begreift, dass der Körper keine Ansammlung isolierter Strukturen ist, sondern eine große Einheit, die sich gegenseitig beeinflusst, dann verändert das die Art, wie man denkt und behandelt. Dieser Moment, wo aus einzelnen Puzzleteilen ein zusammenhängendes Bild wurde, der war entscheidend.

Wie hat das Studium Ihre Hände verändert?

Ich taste viel differenzierter und feiner. Die Palpation ist präziser geworden, und ich nehme wahr, was ich früher nicht wahrgenommen hätte. Das ist kein Talent, das man hat oder nicht hat. Das ist etwas, das man lernt und kontinuierlich verfeinert.

Was war die größte Herausforderung und wie haben Sie sie gemeistert?

Die Vielfalt dessen, was man erspüren kann, und das alles zu differenzieren. Es gibt so viele Qualitäten in der Palpation, das war anfangs wirklich herausfordernd. Dabei haben mir meine damaligen Dozenten sehr geholfen. Ohne diese Begleitung wäre das deutlich schwieriger gewesen.

Heute: Tun, was erfüllt

Was machen Sie heute und was erfüllt Sie daran am meisten?

Heute arbeite ich als Osteopathin und lehre am College Sutherland. Was mich am meisten erfüllt? Dass ich das tun darf, was mich glücklich macht. Das klingt einfach, aber es ist alles andere als selbstverständlich.

Wenn Sie an einen Patienten denken, bei dem Sie wirklich etwas bewirken konnten, was kommt Ihnen in den Sinn?

Freude. Die Freude darüber, dass ich einen Menschen in seiner Gesundheit unterstützen durfte. Es ist nicht das Spektakuläre, das bleibt. Es ist das Gefühl, wirklich hilfreich gewesen zu sein.

Was würden Sie jemandem sagen, der gerade überlegt, ob Osteopathie der richtige Weg ist?

Er oder sie sollte gerne mit Menschen arbeiten und neugierig auf das Zusammenspiel des Körpers sein. Wer diese beiden Dinge mitbringt, findet in der Osteopathie einen Beruf, der nie aufhört, einen zu fordern und zu begeistern.

Was bedeutet Osteopathie für Sie persönlich in einem Satz?

Dankbarkeit, dass ich jeden Tag zur Arbeit gehen darf, was mich erfüllt.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gespräch

Der eigene Körper kann der direkteste Weg zur Osteopathie sein

→ Palpation ist eine Sprache, die man lernt und ein Leben lang verfeinert

→ Der Körper als Einheit zu verstehen verändert die gesamte Behandlungsperspektive

→ Gute Dozenten machen den Unterschied im Lernprozess

→ Neugier auf den menschlichen Körper ist die beste Voraussetzung für diesen Beruf

Du interessierst dich für ein Studium der Osteopathie am College Sutherland?

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Interessiert an einem Osteopathie-Studium?

Das College Sutherland bietet drei Wege zur staatlich anerkannten Osteopathie-Ausbildung:

Berufsbegleitende Osteopathie-Ausbildung für medizinische Fachkräfte
B.Sc. Studium mit Abschluss in Osteopathie – Teilzeit für Berufstätige
B.Sc. Studium mit Abschluss in Osteopathie – Vollzeit für Schulabgänger

Standorte: Berlin, Hamburg, Stuttgart


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Elisabeth Montenbruck ist Fachdozentin am College Sutherland Hamburg und an der ECOM Hamburg. Sie ist staatlich anerkannte Physiotherapeutin (seit 1998), Heilpraktikerin und Osteopathin mit einem Bachelor of Science im Studiengang Osteopathie (College Sutherland Hamburg). Seit 2015 führt sie eine eigene Osteopathie-Praxis in Hamburg. Im Fachbereich MFA und Integrative osteopathische Untersuchung ist sie seit 2012 am College Sutherland aktiv, seit 2020 als eigenverantwortliche Dozentin.

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