
Hinter jeder Behandlungsliege steht eine Geschichte. Hinter jedem palpierenden Handgriff liegt ein Weg voller Erkenntnisse, Zweifel und Durchbrüche.
In unserer neuen Reihe Einblicke lassen wir die Menschen zu Wort kommen, die ihr Wissen und ihre Leidenschaft weitergeben: unsere Dozenten am College Sutherland. Wir stellen Fragen, die selten gestellt werden. Über den Moment der Entscheidung. Über die Transformation während der Ausbildung. Über das, was Hände lernen, wenn sie zuhören.
Den Anfang macht Sebastian Schulze, Osteopath mit eigener Praxis in Kassel. Er unterrichtet zudem als Dozent am College Sutherland unseren Standorten Berlin und Hamburg. Sein Weg zur Osteopathie begann als Physiotherapeut mit einer scheinbar einfachen Frage: Gibt es eine Form des Gewebedialogs, die nicht auf Druck basiert? Diese Frage führte ihn zu uns ans College Sutherland, wo er in einer herzlichen, fast familiären Atmosphäre nicht nur Techniken, sondern eine neue Haltung zur Behandlung entwickelte.
Im Gespräch erzählt Sebastian von der Entwicklung seiner Hände, von überraschenden Momenten im Studium und davon, was in der Behandlung wirklich zählt.
„Osteopathie öffnet nicht nur das Gewebe, sondern den Blick des Patienten und des Therapeuten.“
Seine Reise zur Osteopathie begann als Physiotherapeut mit einer einfachen Frage: Gibt es eine Form des Gewebedialogs, die nicht auf Druck basiert? Die Antwort fand er in der Osteopathie. Im Gespräch erzählt er von der Entwicklung seiner Hände, von überraschenden Momenten im Studium und davon, was wirklich zählt in der Behandlung.
Wie bist du überhaupt auf die Osteopathie aufmerksam geworden? Was war der Moment, in dem du wusstest: Das will ich machen?
Schon während meiner Arbeit als Physiotherapeut stellte sich mir sehr früh die Frage, ob es nicht eine Form von Gewebedialog zwischen Therapeut und Patient gibt, die nicht auf mehr Druckintensität basiert. Damals hatte ich noch nichts von Osteopathie gehört. Osteopathie war gewissermaßen die Antwort auf genau diese Frage.
Warum hast du dich für das College Sutherland entschieden? Was hat den Unterschied gemacht?
Die Empfehlungen für das College Sutherland in Hamburg kamen tatsächlich häufiger als andere. Die positive, herzliche und sehr persönliche, fast familiäre Atmosphäre hat mich direkt angesprochen und schnell davon überzeugt, dass ich hier lernen möchte.
Was hat dich während des Studiums am meisten überrascht?
Dass der Kontakt zu einer Struktur nicht nur von der Berührung abhängt. Die Wahrnehmung für eine funktionierende Struktur hängt ab von einer inneren Haltung, frei von Druck und Erwartung.
Gab es einen Moment im Studium, der dein Verständnis von Körper und Gesundheit grundlegend verändert hat?
Es gab viele Momente, in denen ich erfahren durfte, wie Körperstrukturen sich gegenseitig beeinflussen. Besonders faszinierend war für mich, wie unmittelbar sich unsere Organstrukturen auf unsere Statik, Haltung und den Bewegungsapparat auswirken.
Wie hat das Studium deine Hände verändert? Was spürst du heute, was du vorher nicht gespürt hast?
Ich spüre sehr tiefes Vertrauen darauf, dass das Gewebe mir sagt, was zu tun ist, wo das System Unterstützung braucht und wann das Gewebe beginnt, sich zu verändern, sich zu öffnen, zu lächeln. Diese Prozesse werden nicht allein in den Händen spürbar.
Was war die größte Herausforderung und wie bist du ihr begegnet?
Zu erkennen, dass die Hände viel Zeit bei der Palpationsentwicklung benötigen und dass man Osteopathie nicht lernen kann, sondern immer wieder erfahren muss. Jede einzelne Behandlung, egal ob nach einem oder nach 10 Jahren, erweitert das Palpationsspektrum und somit die individuelle Definition von normalem und auffälligem Gewebe. Irgendwann lassen die Hände immer weniger Raum für Zweifel zu.
Was machst du heute und was erfüllt dich daran am meisten?
Ich arbeite in meiner Osteopathiepraxis täglich am Patienten und regelmäßig als Dozent im College Sutherland in Hamburg und Berlin und hoffentlich auch bald in Stuttgart. Ich bin dankbar für die Wertschätzung und das Vertrauen der Patienten und Schüler und teile gerne meine Begeisterung für diesen Beruf.
Was würdest du jemandem sagen, der gerade überlegt, ob Osteopathie der richtige Weg ist?
Dass es sich mehr lohnt, als man sich vorstellen kann. Die Osteopathieausbildung hat mein Leben verändert und bereichert es täglich aufs Neue. Die Arbeit birgt großes Potenzial und ist sehr erfüllend.
Wem würdest du die Ausbildung oder das Studium empfehlen?
Menschen mit einer gewissen Empathiefähigkeit, die gerne mit ihren Händen arbeiten.
Wenn du an einen Patienten denkst, bei dem du wirklich etwas bewirken konntest, was kommt dir in den Sinn?
Früher dachte ich, Behandlungen seien erfolgreich, wenn eine Schulter freier und beweglicher, ein Fuß belastbarer oder Kopfschmerzen weniger werden. Die wertvollsten Veränderungen sind für mich heute die, die mich selbst überraschen. Sie beziehen sich nicht auf einzelne Symptome oder Strukturen. Wenn ein Patient im tiefsten Inneren eine Berührung, Veränderung, Erleichterung erfährt und somit erkennt, was Osteopathie bedeutet.
Was bedeutet Osteopathie für dich persönlich in einem Satz?
Osteopathie öffnet nicht nur das Gewebe, sondern den Blick des Patienten und des Therapeuten.
Save-Worthy Tipp von Sebastian: Osteopathie kann man nicht lernen, man muss sie erfahren. Jede Behandlung erweitert dein Palpationsspektrum. Gib deinen Händen Zeit.
Sebastians Geschichte zeigt: Der Weg zur Osteopathie beginnt oft mit einer Frage. Einer Neugier. Einem Gefühl, dass es mehr geben muss.
Interessiert an einem Osteopathie-Studium?
Das College Sutherland bietet drei Wege zur staatlich anerkannten Osteopathie-Ausbildung:
→ Berufsbegleitende Osteopathie-Ausbildung für medizinische Fachkräfte
→ B.Sc. Studium in Osteopathie – Teilzeit für Berufstätige
→ B.Sc. Studium in Osteopathie – Vollzeit für Schulabgänger
Standorte: Berlin, Hamburg, Stuttgart
Nächste Schritte
→ Vereinbare ein persönliches Beratungsgespräch
→ Sei bei unserer nächsten Zoom-Infoveranstaltung dabei
→ Abonniere unseren Newsletter
Kontakt:
Telefon: 040-879768904
E-Mail: info@isba-osteopathiestudium.de
Bleibe auf dem Laufenden:
Abonniere unseren Newsletter, um kein News zu verpassen.
Teile diese Geschichte:
Kennst du jemanden, der über eine Osteopathie-Ausbildung nachdenkt? Teile diesen Beitrag und inspiriere andere.
Du findest uns auch auf Instagram: College Sutherland